Störungen der Faszien führen zu einer
veränderten Körperwahrnehmung

Das wissenschaftliche Interesse an diesen faszinierenden Strukturen ist in letzter Zeit stark gestiegen. Auf dem internationalen Faszien Kongress 2007 in Boston stellten zahlreiche renommierte Wissenschaftler erstmals neue Forschungsergebnisse vor. Auf dem 2. internationalen Faszienkongreß 2009 in Amsterdam hatte der Mediziner und Dozent der Typaldos Akademie Dr. Christian Stein die Möglichkeit das Fasziendistortionsmodell (FDM) zu präsentieren. Nach der Präsentation fand ein informativer Austausch mit anderen Faszienforschern statt.

Enge Verbindungen der Faszien zum Nervensystem

Lange Zeit glaubte man, dass sie nur zur Abgrenzung der verschiedenen Räume des Körpers oder als Gleit- und Verschiebeschichten dienen. Sie sind jedoch weit mehr als bislang angenommen! Durch die enge Verbindung mit dem Nervensystem sehen einige Wissenschaftler die Faszien eher als Sinnesorgan, welches die Eigenwahrnehmung des Körpers registriert. Diese Eigenwahrnehmung ist für die einwandfreie Funktion des Körpers äußerst wichtig. Beispielsweise werden ständig Informationen aus den Gelenkkapseln an das Gehirn gesandt. Sind diese gestört, kann es zu einem Instabilitätsgefühl oder einer gestörten Feinmotorik der betroffenen Extremität kommen.

Störungen der Faszien können dadurch zu einer veränderten Körperwahrnehmung führen. Andere Störungen der Faszien lösen hingegen völlig unterschiedliche Wahrnehmungen aus. So ist es möglich, dass es zu Mißempfindungen oder Schmerzen in den Bereichen der gestörten Faszienfunktion kommen kann (z.B. „kribbeln“, ziehende Schmerzen, punktförmige Schmerzen in einem umschriebenen Areal, etc.).

Stephen Typaldos D.O. erkannte die verschiedenen Störungen der Faszien und konnte den einzelnen Distorsionen (= Verdrehungen / Verrenkungen) eine eigene Diagnose zuordnen.